Projekte


Politikreportage - Bundestagswahl 2017

Der Mensch und sein urbaner und rualer Lebensraum interessiert mich immer wieder. Vor allem finde ich es spanennd, wenn dieser Raum dem Alltäglichen entfremdet wird und der Mensch durch Werbung etc. aus seinem Rythmus gerissen werden soll. Dies geschieht insbesondere dann, wenn über die ganze Republik verteilt wochenlang alle noch so erdenklichen "Vollpfosten" oder "Freiflächen" mit Plakaten in allen Größenordnungen vollgepflastert werden. Vor allem während der Bundestagswahl können wir dieses Phänomen immer wieder beobachten. Gewürzt wird dass ganze dann noch durch aufwendig organisierte Großveranstaltungen auf Marktplätzen (böse wer dabei daran denkt, das Marktplätze dem Verkaufen dienen sollen). Diese wiederum ziehen die Masse des Wahlevolkes an, um den Star der Politik zu erleben, dieses Volk wird dann immer auch von Sicherheitskräften und Medienknechten begleitet, die den Zuhausegebliebenen vermitteln sollen wie wichtig diese ganze Show der zukünftigen "Volksvertreter" ist.

Dies alles hat mich angregt im Rahmen der Bundestagswahl eine kleine Bildreportage mit 30 Aufnahmen zu erstellen um den Versuch zu starten, diese Szenarien und Verkaufsstrategien in einen Dialog zu bringen.


Theaterfotografie - Der Weltverbesserer

Die Fotografie zeigt uns in den verschiedenstens Genres einen Überblick über die Gegebenheiten und Möglichkeiten der Welt. Ein Genre ist auch die Bühnen-, Konzert-, und Theaterfotografie. Aus Letzterer möchte ich Euch hier einige Bilder zeigen. Im Rahmen einer Auftragsfotografie erstelle ich für das Hessische Landestheater in Marburg Produktionsfotos zu neuen Premieren. Hier sind nun die Bilder des Stückes "Der Weltverbesserer" von Thomas Bernhard unter der Regie von Armin Beutel zu sehen. Die beiden Hauptdarsteller Jürgen Helmut Keuchel und Insa Jebsen bringen ein Stück auf die Bühne, welches fotografisch von mir in Szene gesetzt wurde.

(Für die Technikfreaks sei gesagt, das die Aufnahmen alle mit einer Fuij XT2 mit 16-55erZoom überwiegend ISO400 und Blende 2.8 aufgenommen wurden)


Lightpainting

Einige Mitglieder der FotoCommunityMarburg haben sich an einem Freitagabend in Gießen in einer vollkommen abgedunkelten Location zu einem gemeinsamen Shooting getroffen. Diesmal ging es im doppelten Sinne um das Malen mit Licht. Ich hatte bisher nur von dem Genre Lightpainting gehört und war sehr froh, dass einige schon Erfahrung damit hatten und nebem Superideen auch das notwendige Equipment für die Umsetzung mitbrachten. Michael hatte den Teilnehmenden noch geraten auf jeden Fall möglichst schwarz gekleidet zu kommen. Die Grundvoraussetzung für die eigene Kamera waren schnell erledigt: Stativ, Verwacklungsschutz ausgeschaltet, Fern-/Drahtauslöser, ISO 100, Blende 11 - 22, Liveview und Bulbbelichtung. Und schon ging es los mit Lichtschwert, Fahradreifen gespickt mit Lichterketten, Laserpointer, Wunderkerzen und zum Schluss sogar noch mit dem Einsatz einer Nebelmaschine. Die vier Stunden vergingen wie im Flug und ich war erstaunt, wie schnell man zu präsentablen Ergebnissen kommt. Hier dazu eine kleine Auswahl.


Abgebrannt

Die letzten Jahre habe ich immer wieder einmal zu diversen Anlässen und auch an Sylvester mich an dem Fotografieren von Feuerwerk abgearbeitet. Dabei wollte ich Sichtweisen zeigen, welche nicht der üblichen Feuerwerksfotografie entsprechen. Dies ist mir mehr oder minder gelungen und seit heute - Neujahr 2017 - weiß ich, dass ich da dieses Jahr noch einmal einen neuen Ansatz nehmen werde. Dabei werde ich unverbrauchtes Feuerwerk ebenso fotografieren, wie ordentlich ausbelichtetes mit Stativ. Besonders spannend finde ich aber auch die abgebrannten Feuerwerkskörper, deren Verpackungen und der daraus entstandende Müll. Diese bilden wieder eine ganz eigene fotografische Welt und zeigen was der Mensch so alles auf der Welt hinterlässt. Nachfolgend lasse ich euch an einem ersten Zwischenergebnis dieses Projektes teilnehmen. Bin gespannt ob ihr mir was dazu schreibt.


Hochsitzkultur

Die letzten Jahre habe ich mich auf meinen täglichen Spaziergängen intensiv darin geschult die Besonderheiten der verschiedenen Jägerhochsitze zu erkennen. Dabei habe ich auch festgestellt, dass die einzelnen Modelle sehr diffrenziert sind, oft bis zur individuellen Form. Es gibt klassische Modelle die sich wiederholen, manche sind in Bäumen direkt versteckt, wieder andere sind offen und es gibt natürlich auch geschlossene Kämmerchen. Sogar fahrbare Modelle um dem Wild zu den lecker gedeckten "Tischen" in Wald und Flur zu folgen. Wie es scheint hat jeder Jäger da sein eigenes Plesir. Daneben gibt es Jagdhütten sogar mit aussenliegendem Toilettenhäuschen und bereits verbrauchte und damit abgerissene Modelle. Auch in den verschiedenen Jahreszeiten wirken die Motive sehr unterschiedlich, je nachdem, wie sie in die Landschaft integriert sind. Mittlerweile ist aus diesem Thema eines meiner Langzeitprojekte geworden. Hier zeige ich eine Auswahl aus meinen bisherigen gesammelten Eindrücken.


Portraitportfolio

Da die Menschenfotografie mein Hauptgenre ist, möchte ich hier einmal an einem aktuellen Projekt zeigen, wie ich ein Portfolio für einen Musiker und Musiklehrer so umgesetzt habe, dass ich ihn in seinem vertrauten Arbeitsumfeld aufgenommen habe. Beim Shooting sind wir gemeinsam eingetaucht in seine Welt und haben seine und meine Ideen kombiniert umgesetzt. Bei der Ausarbeitung der Fotos habe ich dann sowohl in schwarzweiß und farbig gearbeitet um die unterschiedliche Wirkung zu präsentieren. Diese Fotos möchte Christian Gömpel dann einsetzen, um neue Fotos auf seiner Homepage zu zeigen und um seinem Flyer - mit dem er sein Wirkungsfeld bewirbt - ein neues Gesicht zu geben.

Christian ist Gitarrenlehrer und Chorleiter, wer mehr über seine Arbeit erfahren möchte kann dies hier : christian


Rückspiegelungen

Eines meiner Langzeitfotoprojekte ist das Thema Rückspiegelungen. Überall in den Städten, auf dem Land und auf Reisen finden sich Motorräder, Vespas, Autos etc. Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich dadurch die Welt noch einmal ganz anders präsentiert bekomme und sie entsprechend wahrnehmen kann. Dabei ist festzustellen, wie unterschiedlich klar die Spiegelungen sind. Sei es aufgrund der Spiegelwölbung oder des Verschmutzungsgrades.

Hier nun mal eine erste Auswahl der Ergebnisse meines Projektes.


An der Wand

Das nächste große Fotoevent in Marburg wirft schon wieder seine Schatten voraus. Vom 10. - 12. Juni 2016 finden die 3. Marburger Fototage statt. In den Räumen der vhs werden dann wieder unter anderem einige Ausstellungen zu sehen sein. Wie jedes Jahr haben sich auch diesmal die Dozenten wieder ein eigenes gemeinsames Thema gewählt mit dem Titel "An der Wand". Hier will ich euch einmal zeigen, was ich dazu alles in meinem Fundus aufgestöbert habe. Natürlich sind die Arbeiten, welche in der Ausstellung gezeigt werden nicht dabei, aber einen Vorgeschmack könnt ihr hier schon einmal haben.


Backhaustradition

Nun folgt ein weiteres Projekt der dörflichen Traditionen, denen in den nächsten Jahren noch das ein oder andere ergänzend hinzukommt. In diesem Projekt geht es um unser täglich Brot. In Dreihausen gibt es drei Backhäuser wovon noch zwei regelmäßig benutzt werden. Auch wenn heute nicht mehr das Getreide vom eigenen Feld verbacken wird, bleibt der Prozess des Brotbackens selbst noch sehr ursprünglich. Bereits Tage vor dem Einheizen des Backhauses wird das Mehl gesiebt, der getrocknete Sauerteig angesetzt und das Holz fürs Heizen vorbereitet. Am Backtag selbst wird der Sauerteig mit dem gesamten Mehl gemischt und dann Laibe geformt die anschließend ruhen müssen. Während dessen wird der Backofen mit Holz gefüllt und angeheizt. Nach dem Backen und auskühlen der Brotlaibe  wird dann das frische Brot angeschnitten und genossen.


criminale

Im April 2016 treffen sich in Marburg die deutschsprachigen Krimiautoren zum 30-jährigen Jubiläum ihres Verbandes Syndikat. Auf meine Initiative hin wird die FotoCommunity-Marburg im Begleitprogramm eine spannende Ausstellung zum Thema "Krimi und Thriller" präsentieren.  Über Monate hinweg, wurde fleißig inszeniert, mal in Gruppen, mal alleine. Oft waren die Fotografen für eine andere Idee auch Model, alleine dieser Rollenwechsel war schon spannend. Es haben sich schließlich 23 Aussteller gefunden, die rund 70 Arbeiten präsentieren. Da jeder nur eine geringe Anzahl seiner Arbeiten zeigen kann präsentiere ich hier meine Arbeiten, welche nicht in der Ausstellung zu sehen sein werden.


Hausschlachtung

Das Dorfleben in meiner Heimat pflegt auch alte bäuerliche Handwerkstraditionen. So wird in Betrieben der Nebenerwerbslandwirtschaft für den Eigenbedarf heute noch Vieh gehalten und dieses durch Metzger im Hof geschlachtet und in der hauseigenen Wurstküche verwurstet, um anschließend in der Räucherkammer haltbar gemacht zu werden. Leider stirbt auch diese sehr ursprüngliche und natürliche Tradition so langsam aus. Insofern bin ich dankbar, dass ich im Dezember die Möglichkeit hatte, von Beginn an diesem natürlichen Prozess teilhaben und dokumentieren zu dürfen.


My Marburg b(u)y Night

Zum 10-jährigen Jubiläum des Marburger Lichtspektakels, welches mit dem Beginn des Weihnachtsgeschäfts verbunden ist habe ich in meinem Projekt versucht diese Installationen festzuhalten und mit den Menschen zu verknüpfen, die als Besucher  in diese Lichterwelt eintauchen. Dabei war es mir wichtig knallige, laute Momente mit den eher stillen und ruhigen Momente am Rande zu verknüpfen.


Sakura

Die japanische Zierkirsche (Sakura) blüht im Frühjahr beeindruckend im ganzen Land. Sie steht als Sinnbild für die Schönheit der Vergänglichkeit und damit als Synonym für Japan im Allgemeinen. Und während des Hanami (Betrachten der Blüten)  treffen sich alle Japaner zu Füßen dieser Bäume. Für mich stellte sich die Frage: Wie kann ich durch Fotografie diese Vergänglichkeit in der vollen Blüte festhalten.

Mit einer starken Überbelichtung stellte ich mich dieser Aufgabe. Ein Versuch!